Für eine inklusive Arbeitskultur in Film, Medien und Kultur
Diskriminierung, Grenzüberschreitungen, Mobbing, Machtmissbrauch: Das passiert am Set, in der Redaktion, auf der Bühne und im Publikum. Ansprechen können soll das jede*r – ohne den nächsten Auftrag zu riskieren, ohne Vergeltung.
Dafür bauen wir Strukturen: verbindliche Regeln, Meldewege abseits der Weisungskette, Ansprechpersonen vor Ort. Verantwortung beginnt bei denen, die über Budget, Besetzung und Hausrecht entscheiden. Damit Menschenwürde nicht nur im Leitbild steht.
Wo wir ansetzen
Ein Filmset funktioniert anders als ein Festival, ein Festival anders als ein Unternehmen. Deshalb gibt es für jedes Feld ein eigenes Angebot: Safer Sets, Awareness & Empowerment und Beschwerdestrukturen.
Film- & Medienproduktionen
Safer Sets. Zeitdruck, wechselnde Teams, steile Hierarchien. Wir bringen den Respect Code Film ans Set: mit Code of Conduct, Warm-up, Schulungen und externer Vertrauensperson.
Events & Veranstaltungen
Awareness & Empowerment. Viele Menschen, wenige Stunden, kaum Zeit zum Nachfragen. Wir entwickeln Awareness-Konzepte, bilden eure Teams aus und richten Rückzugsräume ein. Damit Gäste, Künstler*innen und Crew wissen, an wen sie sich wenden, bevor etwas eskaliert.
Unternehmen & Organisationen
Beschwerdestrukturen. Das AGG verlangt eine Beschwerdestelle: in Sendern, Streamer, Produktionsfirmen, Verlagen, Redaktionen, Theatern und Festivalbüros. Wir bauen sie mit euch auf und bilden die Menschen aus, die sie besetzen. Damit sie im Alltag funktioniert, nicht nur auf dem Papier.
— Referenzen
Die Stimmen unserer Kund*innen
Vorständin ProQuote Medien e.V., JournalistinDer Workshop war unglaublich intensiv. Durch Übungen und sehr persönliche Einblicke von Rebekka und Ann habe ich Dinge über mich selbst erfahren, die ich nicht unbedingt wissen wollte, die mich aber alle weitergebracht haben - und noch lange nachwirken.
Zur Webseite: https://www.pro-quote.de/
Unsere Kund*innen
Eine Auswahl der Unternehmen und Institutionen, die uns vertrauen.
- Streaming Netflix
- Film Constantin Film
- Presse Der Spiegel
- Förderung MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
- Kino Hamburger Kino – KinoKabaret
- Verband ProQuote Medien
- Verband Berufsverband der Herstellungs- und ProduktionsleiterInnen
Wie wir arbeiten: Mutige Räume
Grenzüberschreitungen, Diskriminierung und Machtmissbrauch treffen nicht alle gleich. Wo eine Person im Team steht und wie sie in der Gesellschaft gelesen wird, entscheidet beides: wie oft es sie trifft und was es kostet, etwas zu sagen.
Ein mutiger Raum ist kein harmonischer Raum. Er hat verabredete Regeln für den Streit. Nicht „wir verstehen uns alle", sondern: Wie gehen wir miteinander um, wenn wir uns gerade nicht verstehen?
Diese Regeln bringen wir mit und passen sie mit euch an:
- Widerspruch gehört zur Arbeit. Unterschiedliche Sichtweisen sind nicht die Störung. Verhandelbar ist der Ton, nicht der Widerspruch.
- Es zählt, was ankommt, nicht was gemeint war. „So war das nicht gemeint" beendet kein Gespräch.
- Kritik am Verhalten ist kein Angriff auf die Person. Diesen Unterschied macht die Verabredung im Raum, nicht die Person, die kritisiert wird.
- Alle entscheiden selbst, wie weit sie gehen. Niemand muss die eigene Geschichte erzählen, um ernst genommen zu werden.
- Nicht alles passiert sofort. Wer Zeit braucht, um etwas zu sagen, bekommt sie — auch nach Drehschluss.
- Wer Macht hat, geht voran: um Feedback bitten, Fehler benennen und sich ernsthaft entschuldigen, deeskalieren statt Druck erhöhen, für das eigene Handeln geradestehen.
Der letzte Punkt trägt die anderen. Mut von Leuten zu verlangen, die morgen nicht mehr am Set sind, ist keine Regel, sondern eine Zumutung. Eine Etikette fängt deshalb oben an — bei denen, die über Budget, Besetzung und Hausrecht entscheiden.
Wir arbeiten mit dem Brave-Space-Ansatz von Brian Arao und Kristi Clemens (2013) und mit der Kritik daran: Mut darf nicht zuerst von denen verlangt werden, die am wenigsten Schutz haben, sondern von denen mit Macht (Verduzco-Baker 2018).
Unser Team: Vielfalt & Praxiswissen
Wir sind zertifizierte Diversity-Trainer*innen, Manager*innen, Berater*innen, Filmemacher*innen und Medienwissenschaftler*innen. Wir kennen den Drehalltag, die Arbeit in Organisationen und Personalabteilungen. Nicht vom Hörensagen, sondern aus vielen Jahren eigener Praxis.
Und wir wissen, wovon wir sprechen: Wir bringen unterschiedliche gesellschaftliche Positionierungen und eigene Diskriminierungserfahrungen mit.
Eigene Produktion - Inklusives Set
Was wir anderen empfehlen, haben wir selbst erprobt: Für die Videoserie „Creator Makeover 2022“ von Google for Creators standen wir hinter der Kamera – mit einem divers besetzten Team, zusammengestellt nach Quote.
1. How To Post More Consistently
2. 3 Tools To Improve Your Productivity As A Content Creator
Du hast selbst etwas erlebt?
Bei sexueller Belästigung und Gewalt in Kultur und Medien berät die Themis Vertrauensstelle kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym telefonisch unter 030 23 63 20 20.
Bei Diskriminierung berät die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Eine Beratungsstelle in deiner Nähe findest du über die Beratungsstellen-Landkarte.
Du weißt nicht, welche Stelle passt? Schreib uns an info@imediaminds.com. Wir sind keine Beratungsstelle und können keine Vertraulichkeit zusichern. Wir hören zu und sagen dir, wohin du dich wenden kannst.
Lass uns sprechen
Du weißt noch nicht, welches Angebot passt? Im ersten Gespräch klären wir gemeinsam, was dein Set, deine Veranstaltung oder deine Organisation braucht. Unverbindlich.